Regenbogen in Wolken

Portrait

Das bin ich

Meine Wenigkeit
Meine Bekannten nennen mich Lis

Ich bin am 27. April 1957 geboren
und wohne in der Schweiz, im schönen Emmental

Kindheit

Am Samstag, 27. April 1957 erblickte ich in Münsingen die Welt, wo ich auch meine ersten Lebensjahre verbrachte. In Wichtrach ging ich dann in den Kindergarten und in die Schule, bis anfangs 4. Primarschulklasse. Im Mai 1967 zogen wir nach Worb. Der Wohnortswechsel bedeutete für mich auch Schulwechsel. Das war meine erste kleine Hürde, die ich in meinem Leben zu bewältigen hatte. Als Mädchen, aus einem kleinen Bauerndorf, war es für mich nicht einfach Kontakte zu schliessen, in einer städtischen Vorortsgemeinde. Bis ins letzte Schuljahr hatte ich es dann aber doch noch geschafft vereinzelte Schulkolleginnen zu gewinnen. Immer näher kam das Ende der obligatorischen Schulzeit für mich und die Berufswahl stand vor der Tür. Mein langjähriger Wunsch Kindergärtnerin zu werden liess ich im 9. Schuljahr fallen. Ich entschied mich für eine kaufmännische Lehre. Vor Antritt meiner Lehre besuchte ich 1973 das 10. Schuljahr in Konolfingen. Auf der Gemeindeverwaltung in Worb absolvierte ich danach meine 3-jährige KV-Lehre.

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Mein beruflicher Weg

Weil mir die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung sehr gefiel, arbeitete ich auch nach meiner Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung. Meine ersten Erfahrungen als Kaufmännische Angestellte (Verwaltungsbeamtin) machte ich beim Zivilstandsamt der Stadt Bern.

Bald schon bemerkte ich, dass meine Schulkenntnisse in Französisch nicht ausreichten, um ein Gespräch mit Kunden zu führen. Deshalb suchte ich nach einer Möglichkeit, mich in der französischen Konversation weiterzubilden. Im Frühling 1979 wechselte ich meine Tätigkeit als "Bürofräulein" zur Verkäuferin und Haushalthilfe und verbrachte ein Jahr in Miécourt JU als "Au Pair". Im Lebensmittelgeschäft hatte ich keine andere Wahl als französisch zu sprechen. Es war für mich eine grosse Herausforderung. Zusätzlicher Privatunterricht unterstützten meine sprachlichen Fortschritte. Schon bald wagte ich es, in meiner Freizeit, an einem Handarbeitskurs in französischer Sprache teilzunehmen.

Im Herbst 1980 bezog ich meine erste Wohnung in Brügg bei Biel und war zwischen Oktober 1980 und Ende 1983 als Verwaltungsangestellte auf der Gemeindeverwaltung Brügg bei Biel tätig.

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Meine Familie

Während meinem Welschlandaufenthalt lernte ich meinen Mann kennen. Im Herbst 1982 wurden wir in der Kirche von Ligerz getraut. Mein Beruf als Verwaltungsangestellte tauschte ich 1985 mit dem Job als Hausfrau und Mutter, denn da kam der erste Sohn Christoph zur Welt und 1988 Philipp. Es war mein grösster Wunsch, meine Kinder selber beim Aufwachsen zu begleiten. - Langweilig wurde es mir als "Familienfrau" nie! - Mit verschiedenen Kursen versuchte ich mich auf dem Laufenden zu halten, vor allem was die PC-Welt betraf. So hoffte ich, bei einem Wiedereinstieg in die Arbeitswelt keine grossen Schwierigkeiten auf der Stellensuche zu haben. Es kam aber anders.

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Mein beruflicher Wiedereinstieg

Im Jahre 2000 spielte ich mit dem Gedanken, wieder in meinen erlernten Beruf einzusteigen. So sah ich mich nach einer Teilzeitstelle um. Leider hatte ich keinen Erfolg. So entschied ich mich 2002 für den Jahreskurs "Wiedereinstieg in den Büroberuf" bei der Berufsschule für Verwaltung in Bern.

Es gab einiges aufzufrischen, jedoch auch Vieles neu zu lernen. Mit viel Energie, und frisch motiviert, ging ich erneut hinter's Bewerbungen schreiben kurz vor Kursende. Nach 1 1/2 Jahren intensiver Stellensuche gab ich die Hoffnung auf, dass ich im Bürobereich eine Teilzeitstelle als Wiedereinsteigerin finden werde.

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Ersehnter Einstieg

Per 1. März 2004 öffnete sich im "Sensorium" im Rüttihubelbad in Walkringen, dann doch eine Tür für mich. Es gab zwar keinen "Bürochram" zu erledigen, sondern in der Ausstellung die Besucher über die 5 Sinne zu informieren, während einem Teilzeitpensum von 20%.
Auf der Website vom Sensorium (Link zur Website) finden Sie nähere Informationen über das "Erfahrungsfeld der Sinne".

Jetziger Arbeitsplatz

In den letzten Jahren veränderte sich die familiäre Situation, so dass ich mich ab 2007 um einen Teilzeitjob bemühte mit einem grösseren Arbeits-Pensum. Obschon ich seit 3 Jahren wieder im Berufsleben stand, und zudem seit beinahe 10 Jahren ehrenamtliche Sekretariatsarbeit erledigte, war es immer noch sehr schwierig zu einem 50%-Job zu kommen. Jung sollte man sein mit Berufs-Erfahrung einer 45-jährigen Kauffrau, welche aber mit einem Lohn einer Berufslehr-Abgängerin zufrieden ist. Die Stellensuche wurde auf Grund meiner Sehbehinderung noch erhöht. Motivation und Durchhaltevermögen wurden sehr auf die Probe gestellt in den letzten 2 Jahren. Nicht nur Bewerbungen schreiben brauchte sehr viel Energie, sondern auch die Suche nach geeigneten Stellen.
Im Sommer 2009 wurde meine "kämpferische Ader" dann aber belohnt. Eine Spontanbewerbung verhalf mir zu meinem Ziel, meinen Lebensunterhalt endlich ohne tägliche finanzielle Sorgen meistern zu können. Seit dem 1. August 2009 arbeite ich nun beim Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband in Bern (Link zur Website). Zu meinen Aufgaben gehören Mitglieder- und Sektionsdienstleistungen. Dieser Bereich ist mir von der Sektions-Tätigkeit her nicht fremd, und mir gefällt diese Arbeit sehr.
Am 29. November 2009 war mein letzter Arbeitstag im Sensorium. Ich verabschiedete mich vom Team mit einem strahlenden und einem traurigen Auge, denn der Aufgabenbereich war mir sehr ans Herz gewachsen. Die Durchführung von Workshops im Dunkelraum brachte mir sehr grosse Befriedigung bei meiner Arbeit. Die Sinneserfahrung im Dunkeln an Sehende weiterzugeben fand ich eine sehr wertvolle Aufgabe. Die vielen positiven Erlebnisse unterstützten meine neuen Workshop-Kreationen.

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Letzte Änderung 18.05.2010