
Singen
Website-Link: Vocalissimo-Bern
Fünf Personen - davon 4 Sehbehinderte und eine sehende Person - beschlossen mit viel Energie und Ideen, nach Auflösung des Vereins WES, weiterhin zu singen. So entstand ein Quintett und wir trafen uns ab Anfangs 2008 regelmässig zum Singen. Die neue Zusammensetzung der Stimmen, sowie die teils recht anspruchsvolle Literatur, bestehend aus Musical-Arrangements, Opern-Auszügen, aber auch Unterhaltungsmusik, stellte für jeden von uns eine neue Herausforderung dar. Einsatz und Ausdauer wurden am 27. September 2009 belohnt - Das Quintett erhielt anfangs Jahr eine Einladung aus Soest (Deutschland), als Gast-Chor die Jubiläumsfeier des MGV Ostönnen zu umrahmen. Für dieses Konzert wurde ein Repertoire unterschiedlicher Stilrichtungen zusammengestellt und wir probten an diesen Stücken meist wöchentlich. (Um Details über die Konzert-Reise zu erfahren folgen Sie dem Link Konzert-Reise)
Nach dem vollen Erfolg dieses Gast-Auftritts wagten wir uns bereits im November 2009 an das nächste Projekt. Das Quintett umrahmte das Abschieds-Apéro für meine ArbeitskollegInnen im Sensorium Rüttihubelbad mit einem kleines Konzert. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Chor-KollegInnen für das Aufgreifen und die Mitwirkung bedanken. Dieses Konzert führten wir in der Arena des Sensoriums durch.
Der 9. Dezember 2009 wurde für uns ein wichtiges Datum: An diesem Tag fand nämlich unsere Vereins-Gründung statt. Das Quintett erhielt gleichzeitig "Zuwachs". So nahmen an der Vereins-Gründung 6 Personen teil. Die Gründungs-Mitglieder führten zudem eine Namens-Taufe durch. So nennt sich das Ensemble seit dem 9. Dezember 2009 "Vocalissimo-Bern".
Am 6. November traten wir erstmals als Ensemble "Vocalissimo-Bern" auf: Die Sektion Nordwestschweiz des Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverbandes lud uns zu ihrem Familienanlass ein, und bat uns um ein kleines Konzert. Im Weitern umrahmten wir am 10. November 2010 in Bigenthal den Hobby-Märit musikalisch.
In feierlichem Rahmen durften wir unsere Konzert-"Tournée" 2011 beginnen:
Am 13. März waren wir zu Gast an der Verlobungsfeier unseres Präsidenten und Chorleiters und seiner "Herzdame" Doris. Die Feier fand in Flüeli-Ranft statt.
Am 1. Mai erhielten wir zum zweiten Mal Gelegenheit zum Mitfeiern. Diesmal war es eine Doppel-Geburtstagsfeier der Ensemble-Mitglieder Monika und Martin. Wir wurden nach Saanen eingeladen.
Gerne lade ich Sie ein, sich auf der Website von "Vocalissimo-Bern" über Einzelheiten und weitere Aktivitäten zu informieren. Der folgende Link führt Sie direkt zum Webauftritt: Vocalissimo-Bern
Konzert-Reise
Manfred, unser Chorleiter und Mitglied des Quintetts, plante eine abwechslungsreiche 3-tägige Chor-Reise, mit verschiedenen sehenswerten Ausflügen.
Die gemeinsame Reise begann in Basel, am Freitag, 25.09.2009, mit einem gemieteten Bus. Unterwegs gab es ein reichhaltiges Frühstück vom "Tischlein deck dich". Manfred und Doris, hier nochmals ein herzliches Dankeschön!
Gestärkt ging es weiter zur Loreley. Dort machten wir unseren ersten öffentlichen Auftritt. Wir erhielten sogar Applaus von Passanten. Bei Kuchen und Kaffee genossen wir danach den Ausblick auf den Rhein, mit seinen Kurven.
Am Abend erreichten wir unser Ziel, das Stadt-Hotel Bartels in Werl. Ein paar Schritte vom Hotel entfernt erwartete uns ein einheimisches, sehr gut schmeckendes Nachtessen. Viel Humor begleitete diesen Abend. Er machte sich auch beim zu Bett gehen noch bemerkbar. Vielleicht war die Müdigkeit daran schuld?!?
Am Samstag fuhren wir nach dem Frühstück nach Soest, zur privaten Stadtführung. Manfred bot uns einen sehr interressanten Rundgang um und durch die Altstadt. Am Nachmittag erlebten wir einen Höhepunkt: Während der Schifffahrt auf dem Möhnesee stiegen wir nach dem Andockmanöver vom Katamaran "MS Möhnesee" auf das Shuttleboot "MS Körbecke" um und unternahmen einen erweiterten Ausflug. Auf der Rückfahrt dockte das Shuttleboot wieder an die MS Möhnesee an, wir stiegen erneut um und fuhren zurück zur Staumauer.
Im Gasthof Lüchtefeld in Völlinghausen genossen wir zum Kaffee einen hausgemachten Kuchen. Unser nächstes Ziel war die Hellweg-Halle. Das hiess für uns "Arbeit", und zwar Hauptprobe: Bühne besichtigen, Standplatz einprägen und den Liedern den letzten Schliff verpassen. Danach hatten wir ein erneutes westfälisches Nachtessen verdient, im Alten Gasthaus Zwiebel. Auch diesen Abend liessen wir gemütlich ausklingen. Zurück im Hotel, fehlte ein Zimmerschlüssel, aber er wurde nicht verloren. Nein, die Reception war geschlossen und der Zimmerschlüssel befand sich wohlbehütet dort. Dank der Notfall-Nr. konnten wir das Missgeschick dem Chef des Hauses mitteilen. So durften alle den süssen und erholsamen Schlaf im eigenen Bett geniessen.
Bevor wir uns am Morgen ans Hauptziel unserer Reise begaben, fiel ein letzter Blick auf Noten und Text als Sicherheit für den bevorstehenden Auftritt. Endlich war es soweit! Wir standen auf der Bühne, mit Blick ins Publikum. Die Mikros besagten, dass es nun ernst galt. Trotz einzelnen kleinen Fehlern, welche sich einschlichen, durften wir am Schluss einen grossen Applaus ernten. Die anerkennenden und rühmenden Worte unseres "Leitpferdes", sowie die Begeisterung des Publikums macht uns Mut, unsere Energie weiterhin ins Singen zu stecken. In der Pause wurden wir von Konzert-BesucherInnen gelobt und sogar zur Produktion einer CD ermuntert.
Vor Antritt unserer Heimreise gab es noch eine stärkende Mahlzeit. Natürlich durfte auch ein Gruppenfoto in den schönsten Kleidern nicht fehlen. Bei unserem Gastgeber-Chor und dem Publikum verabschiedeten wir uns mit einem letzten Lied. Danach fuhren wir heimwärts. In Köln machten wir den letzten Zwischenhalt. Wir erlebten eine weitere Attraktion, und zwar eine Gondelfahrt über den Rhein, in den Rheinpark.
Wir sind alle gut zu Hause gelandet. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Manfred und Doris für die erlebnisreichen Tage bedanken. Vor allem für die Organisation vor und die Hilfsbereitschaft während der Reise.
Zu den Bildern im Privatbereich (Login bei mir erhältlich)
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Radsport gehört seit einigen Jahren auch zu meinen Freizeitbeschäftigungen. Der Wunsch, die Natur per Rad zu erkunden, war schon lange in mir. Mein geringes Sehvermögen hielt mich aber von Radtouren ab, denn ich fühlte mich im Strassenverkehr sehr unsicher. - Andere Verkehrsteilnehmer sehe ich erst, wenn sie sich kurz vor mir befinden, Distanzen abschätzen ist sehr schwierig, Verkehrssignale erkenne ich erst direkt vor mir, Wegweiser sind für mich nicht lesbar. Mit diesen Einschränkungen ist es unmöglich rechtzeitig handeln zu können. – Das Bedürfnis nach Radtouren wurde aber immer grösser. So kaufte ich ein Tandem und machte mit meiner Familie kleinere Ausflüge. Diese Touren lösten in mir den Wunsch nach regelmässiger Herausforderung aus. Der Plusport (Behindertensport) vermittelte mir 2001 einen Tandem-Piloten, mit welchem ich regelmässige Fahrten machte. 2004 musste ich einen neuen Piloten suchen. Die Regionalstelle des Plusport konnte mir leider keinen Piloten vermitteln. So suchte ich nach einer anderen Möglichkeit, baldmöglichst wieder zum Radfahren zu kommen. In Selbstbedienungsläden Inseerate aufhängen brachte leider keinen Erfolg. So durchstöberte ich das Internet nach Rad-Clubs der Region und schrieb 4 Vereine per E-Mail an. Mein unermüdliches Suchen wurde im Herbst 2004 mit Erfolg belohnt. Der Präsident des Racing-Club Steffisburg unterstützte mich bei der Suche, wofür ich ihm hier nochmals ganz herzlich danken möchte! Mein Anliegen wurde am 18. Oktober 2004 auf der Website des Clubs veröffentlicht und am 27. Oktober machte ich mit Werner Friedli eine Testfahrt. In der folgenden Woche liess sich auch Simon Spring vom Tandem fahren begeistern.
Leider meldete sich kurz darauf der Winter mit Schnee, Nässe und Kälte an. Ich zog es vor, das Tandem fahren bis im Frühjahr 05 einzustellen. Kaum zeigte sich der Frühling von seiner trockenen Seite, lud mich Werner zu einer „harmlosen“ Tour ein, um die Radsaison zu beginnen. Um die Motivation zu fördern, auch Steigungen zu überwinden, wurde ein Saison-Ziel gesetzt. Dies erreichten wir dann im Spätsommer. Die Anstrengung, nach Gerzensee zu strampeln, wurde mit herrlichem Sonnenschein und wunderbarer Aussicht belohnt. Für meine Piloten sind solche Steigungen bestimmt „erholsame“ Trainings, für mich bedeutete es eine Herausforderung.
Wieder stand ein Winter vor der Tür, so gönnte ich meinem Tandem den verdienten Winterschlaf. Damit meine Kondition aber nicht ganz in den Keller sank, meldete ich mich für einen Spinning -Kurs an. Dieser Kurs half mir, im Frühling schneller wieder fit zu sein für anspruchsvollere Touren. Werner weckte meinen Ehrgeiz, meine sportliche Tätigkeit zu fördern, auch wenn ich mir keine Passfahrten als Ziel setze.
Im "Pilotenteam" gab es einen Wechsel, da Simon mehr Zeit für sein Studium benötigte. Werner gewann Sara als neue "Zweitpilotin". Ich bin auch mit Sara sehr gerne unterwegs! 2006 hatte ich ein besonderes Ziel vor Augen: Die Donautour I mit dem Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband SBV zu bewältigen. Deshalb trainierte ich oft mehrmals wöchentlich, bis zu den Sommerferien. Über die Donautour I lesen Sie weiter unten.
Viele Eindrücke nahm ich von dieser Wochen-Tour nach Hause und erhoffte mir, dass es 2007 eine weitere Etappe geben würde. Da der Winter lange auf sich warten liess, konnte ich noch im Dezember per Tandem durch die Gegend fahren. Ein Spinning-Kurs besuchte ich auch im Winter 2006/2007 wieder, da ich mir die Vorteile zu Beginn der Radsaison nicht mehr entgehen lassen wollte! Kaum erschien das Kurs- und Reiseprogramm des SBV meldete ich mich gleich für die Donautour II an. Ich durfte mich sogar doppelt auf diese Wochentour freuen, denn Werner stellte sich als mein Pilot zur Verfügung. Dies war natürlich ein grosser Vorteil für die Donautour. Somit brauchte es kein vorgängiges Einfahren mit dem vorgesehenen Piloten, nur ein Training, damit der Velosattel während einiger Stunden täglich auszuhalten ist.
Weil Werner und ich bereits ein gut eingespieltes Team sind, und er auch einiges über mein Sehvermögen weiss, erfuhr ich während der Donautour II auch viele Einzelheiten über die Umgebung. Vieles in der näheren Umgebung ist für mich nicht erkennbar. Grossflächige Formen und Farben sehe ich zwar, oder durch Wahrnehmung der Geräusche definiere ich auch Objekte. Durch meine Erfahrungen sehe ich meistens auch, wo sich z. Bsp. Blumen befinden. Zur Bestimmung der Blumensorte müsste ich diese aber ganz nahe zu meinen Augen nehmen können und/oder berühren.
Beim Tandemfahren braucht der „Co-Pilot“ grosses Vertrauen zum Piloten, was aber nicht heisst, dass der Pilot über alles selber entscheidet. Tandem fahren ist eine Teamarbeit, welche gegenseitiges Anpassen voraussetzt, damit die Fahrten wirklich Spass machen. In diesem Zuisammenhang möchte ich mich bei meinen Piloten herzlich bedanken für die gute Zusammenarbeit! Jede Tour ist bei mir mit grossem Vergnügen verbunden. Ich hoffe natürlich, dass auch sie mit meinen Leistungen zufrieden sind! Meine Piloten geben sich immer grosse Mühe, sich abwechslungsreiche und doch angepasste Strecken auszudenken. Sollten sie aber einmal vergessen, dass sie keinen Profi im „Schlepptau“ haben, werde ich zu meinem eigenen „Bremsmittel“ greifen: "Meine Füsse vom Pedal nehmen und die Beine seitwärts raus strecken."
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Vorgesehen waren tägliche Etappen zwischen 50 und 80 km, insgesamt ca. 370 km. Es konnten max. 12 Personen teilnehmen, welche pro Tag mind. 5 Std. auf dem Velosattel aushielten. Das Terrain wurde als coupiert bezeichnet, tendenziell steigend.
Da radfahren (per Tandem) zu meinen Hobbys gehört und ich regelmässig wöchentliche Fahrten mache, sprach mich diese Ausschreibung an. Ich sah somit die Möglichkeit, einmal eine andere Region kennen zu lernen. Deshalb meldete ich mich mit Begeisterung für diese Tour an.
Am 13. Mai 2006 fand ein Kennenlern-Tag statt für Piloten und Co-Piloten. Meine Pilotin kannte ich bereits, da sie durch mich von dieser Tandem-Tour erfuhr und sich danach sofort erkundigte, ob noch ein Pilot benötigt würde. So hatten wir bereits vor dem Kennenlern-Tag die Möglichkeit Probefahrten zu machen. Am Kennenlern-Tag erfuhren wir alles Wissenswerte über die Tour, das Tandem und die einzelnen TeilnehmerInnen. Wir erhielten sogar eine gut durchdachte Checkliste, damit alles Wichtige eingepackt wurde. Aber auch an Vorbereitungsvorschlägen mangelte es nicht seitens des Leiters Kurt Hauser. Er gab zu bedenken, dass das Sitzproblem oft unterschätzt wird auf einem Velosattel. Deshalb empfahl er unbedingt Radlerhosen zu tragen, und wenn möglich, als Vorbereitung 2-3 Tagestouren in der Länge zwischen 70-80 km zu machen, um das Gefühl einer Etappenlänge zu erhalten. Ein zusätzlicher Vorschlag von Kurt war, den eigenen Bürosessel mit einem harten, von zehn schweisstreibenden Giro-Etappen durchtränkten Ledersattel zu bestücken.
Gut trainiert trafen wir uns alle am 1. Juli 2006 im Bahnhof Zürich. Voll
Energie nahmen wir die Reise nach Weichering (Ingolstadt) unter die
„Bahnräder“. Um 9.16 Uhr verliessen wir Zürich und fuhren über St. Margrethen
nach München, wo wir umsteigen mussten. Weiter ging es nach Petershausen
(Oberbayern), Pfaffenhofen (Ilm), Rohrbach (Ilm) nach Ingolstadt. Dort
hiess es nochmals umsteigen. Die letzte Teilstrecke betrug nur noch 7 Min.
Um 16.09 erreichten wir Weichering. Nach einem kurzen Fussmarsch standen
wir vor dem Gasthof „Vogelsang“, unserer ersten Unterkunft. Die gemieteten
Tandems wurden von Fred mit dem Begleitfahrzeug zum Gasthof gebracht.
Am nächsten Morgen wurden die Tandems den verschiedenen Bedürfnissen
angepasst, Velosattel und Lenker verstellt, Lenker- und Hinterradtaschen
montiert. Um 9.30 Uhr begann unsere erste Etappe, von Weichering nach
Neuburg, wo wir das erste Mal die Donau erblickten. Da machten wir unseren
ersten Halt, löschten den Durst, tauschten die ersten Erfahrungen aus und
freuten uns über das sommerliche Wetter. Bald ging es weiter nach Marxheim,
zur ersten verdienten Mittagspause. Alle „Wasserratten“ nahmen vor dem
Essen ein kühlendes Bad in der Donau. Fred empfing uns mit einem sehr
vielseitigen Pick-Nick-Buffet. Als Dessert verwöhnte er uns sogar mit
einer frischen Ananas. Bei Gitarren- und Mundharmonikaklängen machten wir
Siesta, welche durch rhythmische Klänge unterstützt wurden. Nach einer
ausgedehnten Erholungsphase setzten wir unsere Fahrt fort nach Erlingshofen,
wo wir im Gasthof „Zur Grenz“ übernachteten.
Am Montagmorgen wurden an den Tandems noch Anpassungen vorgenommen, wie
Sattelwechsel und Kartenhalter montieren. Die 2. Etappe führte nach
Offingen, mit Mittagsrast in Steinheim. Auch da gab es eine Bademöglichkeit,
diesmal an einem kleinen See. Am Nachmittag fuhren wir durch Dillingen.
Diese Stadt lud zum Verweilen ein. Die ganze Gruppe genoss in einem
Strassenkaffee erst die gemütliche Atmosphäre. Danach erkundete ein Teil
die Altstadt zu Fuss und die anderen verbrachten die Zeit mit schreiben
von Karten. Auf der Weiterfahrt nach Offingen, mitten in Faimingen, fanden
wir in einer Siedlung, zwischen den Häusern, die Rekonstruktion des
römischen Tempels „Apollo Granus“. Kurz darauf trafen wir in Offingen,
beim Gasthof „Krone“ ein. An diesem Abend liessen wir uns in einem griechischen
Restaurant verwöhnen.
Am Dienstag führte uns der Radweg auf dem Hochwasserschutzdamm, der Donau
entlang, von Offingen nach Günzburg. In Günzburg machten wir einen halbstündigen
Halt um über den langgestreckten Marktplatz zu spazieren. Wir erblickten
dicht aneinander gereihte Häuser, mit spitzwinkligen Dächern. Der Dorfbrunnen
lud zum abkühlen der bereits erhitzten Füsse. Bald stiegen wir wieder in die
Pedale und fuhren weiter nach Thalfingen. Hier empfing uns ein schöner Badesee
zur Mittagsrast. Viel zu schnell mussten wir wieder aufbrechen. Es ging weiter nach Ulm. In Ulm steht mit 161,53 Metern der höchste Kirchturm der Welt. Wir scheuten die 768 Treppenstufen nicht und stiegen hoch, um den prächtigen Rundblick auf das baden-württembergische Ulm und das bayerische Neu-Ulm zu geniessen. Nach dieser gut überstandenen Herausforderung fuhren wir unserem 3. Etappenziel entgegen. Gut markierte Velowege führten uns sicher durch die Grossstadt, teilweise sogar abgetrennt vom übrigen Verkehr. Kurz nach Ulm wurden wir der Donau untreu und fuhren der „Blau“ entlang, durch weitgehend unberührte Natur. Blaubeuren war unser 3. Etappenziel, wo wir im Hotel „Adler“ untergebracht waren. Unseren Hunger stillten wir an diesem Abend in der nahegelegenen Pizzeria. Nach dem Essen führte uns Fred zum „Blautopf“, an die Quelle der Blau. Der Blautopf ist mit 21 Metern eine der tiefsten und größten Quellen in Deutschland. Den Abend liessen wir dann mit musikalischer Unterhaltung vor dem Hotel ausklingen. Am Mittwoch fanden wir In Ehingen wieder zur Donau zurück und fuhren über
Rottenacker nach Algershofen zur Mittagspause. Hier wurde uns allen bewusst,
dass wir der Donau-Quelle entgegenfuhren, denn wir mussten uns mit immer
weniger Wasser zum Baden begnügen. Frisch gestärkt radelten wir dann weiter
nach Untermarchtal, Rechtenstein und Bechingen. Unser 4. Etappenziel erreichten
wir in Riedlingen, beim Gasthof „Rosengarten“. An diesem Abend wählten wir
ein chinesisches Restaurant aus.
Am Donnerstag wurde bereits um 7.30 Uhr gefrühstückt, da wir mit 77 km die
längste Etappe zu bewältigen hatten. Um 8.30 Uhr starteten wir in Richtung
Hundersingen, Mengen, Scheer und Sigmaringen. Zwischen Sigmaringen und
Gutenstein verdienten wir unser Mittagessen durch Überwindung von einigen
Aufstiegen. Die Nachmittagsroute führte uns nach Fridingen, durch ein
enges Tal mit einigen Ruinen. Zwischen Wildenstein und Beuron verläuft der
Radweg am Hang entlang, oft durch Wälder. Unten im Tal fliesst die Donau
in Schleifen dahin. Die Strecke von Beuron nach Fridingen gehört zu den
landschaftlich schönsten Abschnitten, welche wir durchfuhren. Senkrecht
steigen die weissleuchtenden Kalkfelsen auf. Bei der „Ziegelhütte“ kehrten
wir ein, um uns von den anstrengenden Anstiegen auszuruhen, bevor wir die
letzten paar Kilometer nach Fridingen unter die Räder nahmen. In Fridingen
übernachteten wir im Hotel „Sonne“. Es war die letzte Übernachtung auf
unserer Tour. Die Küche des Hotels verwöhnte uns beim Nachtessen mit
selbstgemachten „Spätzle“ zu Fleisch und Gemüse. Das „Gruppenorchester“
sorgte danach für Stimmung. Erika las uns als Abschluss ihre Eindrücke über
die Donautour vor (Bericht Erika)
Am Freitag Morgen war der Himmel voll grauer Wolken. So durften unsere
Regenjacken auch noch eingesetzt werden. Unsere Regenfahrt führte uns von
Fridingen nach Tuttlingen. Auf der Weiterfahrt nach Immendingen und
Neudingen öffnete sich das Tal immer mehr. Die Hügel der Schwäbischen Alb
rücken immer mehr auseinander. Kurz vor unserer Mittagsrast in Pfohren hört
es auf zu regnen. Während der restlichen fünf Kilometer bis zum Bahnhof
von Donaueschingen wurden wir vom Regen verschont. Fred empfing uns am
Bahnhof mit unserem Gepack. Hier nahmen wir Abschied von den Miet-Tandems.
Fred verabschiedete sich mit einem letzten Gitarrenstück von uns. Danach
fuhr er mit dem Bus in die Schweiz zurück um die Tandems bei
Swiss Fun Rent
zurückzugeben. Die Wartezeit auf unseren Zug verkürzten wir uns bei einem
letzten „Radler“ im Bahnhofbuffet. Um 15.43.Uhr traten wir unsere
Heimreise an. Viele Eindrücke begleiteten uns sowie ein dankbares Gefühl,
dass alle gesund heimkehren konnten.
Hier möchte ich die Gelegenheit ergreifen, dem Leiter Kurt ein herzliches
Dankeschön für die gute Organisation auszusprechen! Auch bei Fred möchte
ich mich im Namen der ganzen Gruppe für die Verpflegung danken und seine
sonstigen Dienstleistungen. Aber auch ein herzliches Dankeschön an unsere
Piloten, welche uns unfallfrei ans Ziel gebracht haben!
In der Bildergalerie finden Sie ein paar Eindrücke dieser Tandemtour.
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Tandemtour 2007 - Donautour II
Auch 2007 fuhr ich wieder mit dem SBV der Donau entlang. Die Tour begann wieder in Ingolstadt. Wir fuhren dieses Mal aber mit der Strömung, in Richtung Linz. Auf diese Tour freute ich mich besonders, da mich Werner als Pilot begleitete. Seine langjährigen Biker-Erfahrungen und seine rücksichtsvolle Art sind für mich 2 wichtige Punkte, um mich als Co-Pilotin in einer unbekannten Umgebung sicher zu fühlen.
Zu den Vorbereitungen auf diese Donautour gehörten mehrere Radtouren wöchentlich, sowie längere Fahrten als normalerweise. Im Mai führte der SBV wieder einen "Kennenlerntag" durch. An diesem Infotag traf ich mehrere Teilnehmer, welche sich bereits zum zweiten Mal zum Radeln anmeldeten. 2007 wurde die Reiseleitung von Peter und Anita Weibel übernommen. Tobias stellte sich als Busfahrer zur Verfügung, damit wir unser Gepäck von Hotel zu Hotel nicht per Tandem transportieren mussten, und wir auch in diesem Jahr mit einem "gedeckten Mittagstisch" rechnen konnten, wenn unsere Magen knurrten. Tobias brachte aber auch alle Tandems zum Start-Hotel und fuhr mit ihnen von Linz wieder zurück in die Schweiz. Die Tandems wurden auch 2007 bei Swiss Fun Rent gemietet. Da ich die Tour mit meinem eigenen Tandem fahren wollte, (übrigens ein Occasion-Tandem von Swiss Fun Rent) brachten Werner und ich das Rad ein paar Tage vor der Abreise nach Oppligen ins Geschäft. Ich liess mein Rad vor Beginn der Radtour kontrollieren, damit es "Startklar" war in Ingolstadt.
Der Bericht von Erika Kälin enthält ein paar Eindrücke der Donautour II. In der Bildergalerie finden Sie ausserdem auch ein paar Eindrücke.
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Tandemtour 2008 - Donautour III
Am 17. Mai 2008 fand der "Kennenlerntag" für die Donautour III statt. Ich war auch wieder dabei. In diesem Jahr aber nicht mit Werner, sondern mit Luzia als Pilotin. Wir verbrachten auch schöne und interessante Tage zusammen.
In der Bildergalerie finden Sie ein paar Eindrücke dieser Tandemtour.
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Die Fahrt über den Dentenberg gehörte zu meinem "Oberalp-Training"
Am 11. Juli ging es per Tandem los auf die Rhein-Tour. Der Start war in Andermatt. Die Tour führte uns über den Oberalppass nach Sedrun. Dank gutem vorangegangenem Training mit Werner, wurde die Passfahrt zu einem erfolgreichen Erlebnis! Velowege durch "Natur pur", kleine Dörfer und über den Rhein-Damm führten uns nach Buchs. Danach gelangten wir an den Bodensee, wo wir uns eine Abkühlung im See gönnten. Auf der Weiterfahrt nach Basel machten wir in Landschlacht, Konstanz, in Schaffhausen, am Rheinfall und in Rheinau Besichtigungs-Pausen. Unser Ziel Basel erreichten wir am 17. Juli. Viel zu schnell vergingen die abwechslungsreichen Tage auf dem Velosattel.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meinem Piloten bedanken, dass er Ferien "geopfert" hat um mich zu begleiten. Auch er hat die Tour übrigens dokumentiert, und zwar auf seiner
Website
Natürlich bedanke ich mich auch beim Reiseleiter Peter Weibel und beim nicht mehr weg zu denkenden Busfahrer Tobi. Auch diesen Beiden ein grosses Dankeschön!
In der Bildergalerie finden Sie ein paar Eindrücke dieser Tandemtour.
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Die Schule für Gestaltung in Zürich führte im Herbst 2005 ein Buchprojekt durch, wofür sehbehinderte und blinde Personen gesucht wurden. Das Projekt beinhaltete 3 Fotos von, mit und über blinde uns sehbehinderte Menschen, d.h. gegenseitige Aufnahme eines Porträts und die Aufnahme eines Sujets, welches durch die sehbehinderte resp. blinde Person bestimmt wurde. Zudem sollten die Eindrücke über die gemeinsame Arbeit beschrieben werden.
Die Schweiz. Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte SBS suchte Mitte August 2005 sehbehinderte und blinde Personen für ein Fotoprojekt der Schule für Gestaltung Zürich. Da fotografieren zu meinen Hobbys gehört, meldete ich mich für dieses Projekt an. Joëlle, eine Studentin der Schule für Gestaltung, rief mich bald darauf an, um einen „Fototermin“ festzulegen.
So trafen wir uns Mitte September bei schönstem Herbstwetter in Bern. Zuerst beschrieb ich Joëlle, an welche Grenzen ich im Alltag stosse, mit meiner Sehbehinderung. Danach suchten wir uns an der Aare „fotowürdige“ Hintergründe für unsere Aufnahmen. Unterwegs zur Altenbergbrücke stand ich Joëlle „Fotomodell“ mit meiner eigenen Digitalkamera. Die Hängebrücke diente uns danach als Ausgangspunkt für ein Porträt von Joëlle. Durch meine jahrelange Erfahrung mit fotografieren, war das richtige Halten von Joëlle’s Kamera kein Problem für mich. Sie musste mir nur zeigen, wo sich der Auslöser befindet. Aufgrund meiner Sehbehinderung war ich aber darauf angewiesen, dass Joëlle die Einstellungen vornahm, denn ihre Kamera hat keinen Autofokus. So sollten die gemachten Bilder die nötige Bildschärfe erhalten. Um diese Einstellung vorzunehmen, stellte ich mich an den ausgewählten Punkt anstelle von Joëlle, und sie machte die entsprechenden Einstellungen an der Kamera. Danach wurden die Rollen getauscht: Joëlle stellte sich an das Brückengeländer und ich „platzierte“ Joëlle in die Mitte des Suchers, indem ich mich auf die Kleiderfarbe von Joëlle konzentrierte. Was wo auf einem Bild erscheint, kann ich durch das Erkennen der Farben abschätzen. Farben sind für mich deshalb sehr wichtige Erkennungspunkte. Personen und Objekte kann ich zwar noch erkennen, aber Details, wie z.Bsp: Gesichtsausdrücke nicht mehr. Deshalb sind meine „Fotomodelle“ selber für ihre Ausstrahlung verantwortlich. Ich merke mir die Farbe des Objektes, welches ich in der Mitte des Bildes haben möchte, oder evtl. auch noch die Farbe eines Objektes, welches am einen oder anderen Rand des Bildes ersichtlich sein sollte.
Die Aussage des dritten Bildes sollte für mich einen „Brückenschlag“ darstellen. Wir fanden das passende Objekt entlang der Aare aber nicht. Joëlle übernahm somit den Auftrag, in den nächsten Tagen eine geeignete Brücke zu finden, welche meinen Vorstellungen entsprach. Ich war davon überzeugt, dass Joëlle ein mir entsprechendes Bild machen wird.

Joëlle fand eine Brücke in ihrer Wohn-Umgebung, welche meinen Vorstellungen
sehr gut entsprach. Bald schon erhielt ich von Joëlle einige Bilder des
ausgewählten Objektes. Nun hatte ich die „Qual der Wahl“. Mit meiner
Vergrösserungsmöglichkeit am PC war es mir möglich, die Bilder ins Detail
zu betrachten: Eine Holzbrücke verbindet die Ufer eines Flusses. Das Wasser
sucht sich seinen Weg um die Steine im Wasser. Lässt man den Blick über die
Brücke schweifen, so wird man am gegenüberliegenden Ufer von einem allein
stehenden Baum empfangen. Die Bildbeschreibung von Joëlle, welche im
vorgesehenen Buch erscheinen wird, lautet wie folgt:
„Brückenschlag“ "Die kleine Holzbrücke liegt direkt neben dem Wasserschloss,
wo Limmat, Reuss und Aare ineinander münden. Es ist ein kühler Herbstmorgen
und die Landschaft erwacht langsam aus dem Nebelmeer.
Der sprichwörtliche „Brückenschlag“, die Verbindung zweier oft gegensätzlicher
Positionen, verdeutlich bereits die Symbolik, die einer Brücke innewohnt.
Sie verbindet zwei Ufer und überspannt dabei ein Hindernis. Ohne die Brücke
käme man nicht über den Fluss. Der Brückenschlag von Ufer zu Ufer hilft,
diese Verbindung herzustellen. Genauso steht es oft zwischen Sehenden und
Nichtsehenden. Die Brücke symbolisiert, dass Blindheit keine Bedrohung ist,
und dass es oft nur wenig braucht, das Hindernis gemeinsam zu überwinden
und aufeinander zuzugehen.“
Beim lesen dieses Textes wurde mir bewusst, dass sich Joèlle sehr stark mit meinem symbolischen Bild auseinander setzte. Ich freute mich aber auch sehr darüber, dass ich durch dieses Projekt eine Person kennen lernen durfte, welche mir und meiner Sehbehinderung gegenüber sehr viel Verständnis entgegenbrachte. Wir verstanden uns bereits sehr gut nach den ersten Minuten unseres ersten Treffens.
Ende Oktober 05 präsentierten alle Schüler, welche an diesem Fotoprojekt beteiligt waren, ihr Ergebnis. So nahm ich den Weg nach Zürich unter die Füsse, um mir einen Teil der Arbeiten anzusehen, nebst der Präsentation von Joëlle. Da ich nicht der gesamten Präsentation beiwohnen konnte, bin ich umso mehr auf die Erscheinung des vorgesehenen Buches gespannt.
Am 7. Januar 2006 trafen wir uns wieder, und zwar zum „Blind Date“ in der "Blinde Kuh" in Basel, zu einem feinen Essen. Die Projekt-Klassen und die Projektpartner trafen sich zum Projektabschluss in völliger Dunkelheit. Die gemeinsame Zeit verflog viel zu schnell - die ersten mussten leider ohne Dessert auf den Zug springen, damit sie noch vor dem Morgengrauen zu Hause ankamen.
Nun warten alle „Typos“ und Projektpartner auf das grosse Finale - die Buchvernissage. Dank der Erfindung des E-Mails können Joëlle und ich weiterhin in Kontakt bleiben. Es war für mich eine sehr wertvolle Begegnung und hoffe noch lange in Kontakt bleiben zu können mit ihr.
Bericht August 2006
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Singen - WES adieu:-(
Schon während der Schulzeit gehörte singen zu meinen Lieblingsfächern. Oft sang ich mit meinen Eltern unterwegs auf unseren Wanderungen. Nach meiner Ausbildung trat ich dem Frauenchor in Brügg bei Biel bei. Der Umzug nach Worb brachte auch einen Wechsel des Chors mit sich. Ein paar Jahre später wechselte ich vom "nur" singen zum singen und tanzen, in eine Trachtengruppe.
Im Herbst 2000 plante der Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband ein wöchentliches, aktives Singen. Die Stilrichtung "internationale Lieder" sprach mich sehr an. Deshalb wechselte ich erneut den Chor. Ab Januar 2001 sang ich dann in einem Chor, vorwiegend mit Sehbehindeerten und Blinden zusammen. Da wir an einem Mittwoch Abend probten, nannten wir uns "Wednesday Evening Singers = WES".
Im April 2006 gründeten wir einen Verein, da sich die finanzielle Lage seit 2001 wesentlich veränderte. Leider veränderte sich unsere finanzielle Situation nicht wie erhofft, so dass wir nicht nur im Bezug auf das Geld um den Verein bangten, sondern auch im Zusammenhang mit der Mitgliederzahl. Deshalb sahen wir uns Ende 2007 gezwungen, den Verein WES wieder aufzulösen.
An dieser Stelle möchte ich Denjenigen ganz herzlich danken, welche bis zuletzt ausharrten und mit dem Vorstand zusammen immer wieder Hoffnung schöpften. Ein grosser Dank geht auch an unsere Chorleiter, welche sehr viel Freizeit für uns "geopfert" haben. Wir schätzten die gute Zusammenarbeit sehr! ...wer weiss, vielleicht hat der "harte Kern" doch genügend Durchhaltevermögen, indem ihr Gesang früher oder später einige Zuhörer wieder unterhalten kann?!
!Ich behalte die Zeit im WES in guter Erinnerung!
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