Augenblicke - Lichtblicke

Meine Hobbies

Wählen Sie aus nachfolgender Liste einen Bericht aus:

1: Line-Dance
2: Internet-Radio
3: Tandem-Touren
4: Fotoprojekt
5: Chorprojekt

1: Line-Dance

Schriftzug Line Dancers Aaretal und Cowboy-Hut auf Plakat an Eingangstür zum Studio

Tanzen war schon immer meine grösste Leidenschaft. Leider sitzt man (ohne Tanzpartner) an Festen meistens alleine am Tisch, während sich Pärchen auf der Tanzfläche bei toller Musik vergnügen. Endlich entdeckte ich eine Möglichkeit für mich, ohne Tanzpartner zu meinem Tanzvergnügen zu kommen:

Die Lösung heisst "Line-Dance"

Anfangs 2012 nahm ich Kontakt auf mit Edith Simen, Country Line Instructorin der "Line-Dancers Aaretal". Sie ermutigte mich, eine Schnupperlektion im Studio in Münsingen mitzumachen. Ich musste nicht lange "schnuppern", bereits nach einigen Minuten der ersten Lektion wusste ich, dass ich mich hier sehr wohl fühlen werde! Nicht nur die Musik mit ihren Rhytmen begeistert mich, sondern auch das Klima in der Gruppe, und besonders auch das Verständnis der Kursleiterin.

Ein herzliches Dankeschön an Edith!, es machte grossen Spass im Line-Dance! Hier fühlte ich mich voll integriert! Auf Grund anderer Freizeit-Beschäftigungen musste ich mich leider vom Line-Dance trennen. Werde diese Zeit aber in sehr guter Erinnerung behalten!


Neugierig geworden? Dann nichts wie los: Auf der Website der Line-Dancers Aaretal finden Sie auf viele Fragen eine Antwort - Wenn nicht, wird Edith Simen bestimmt gerne Auskunft geben: E-Mail

Impression vom Country-Festival in Interlaken 2012 - Auftritt der Line-Dancers Aaretal

Bühnenauftritt am Country-Festival Interlaken 2012: Erste Reihe der Line-Dancers Aaretal mit Edith Simen

 

2: Internet-Radio

Eine Herausfoderung: Meine Welt ist die Musik

Seit November 2011 moderiere ich jeweils zwei Stunden bei Oldie-Internet-Radios.
Meine Sendungen sind vollgepackt mit deutschen Schlagern, Chansons und internationalen Titeln. Mit Oldies aus den 50er-, 60er-, 70er und 80er-Jahren versuche ich die Zuhörenden aus dem Alltag zu locken. Stöbern nach Hintergrund-Infos zu Interpreten und Musiktiteln machen mir grossen Spass. Besonders freue ich mich über persönliche Rückmeldungen aus der Hörerschaft, zu meinen musikalischen Sendungen.

Aktuell bin ich bei folgendem Web-Radio zu hören:

Logo Oldie Welle Roding

OldieWelle Roding

Der Sender aus dem Herzen der Oberpfalz,
gelegen im wunderschönen Regental.

Einschalten und Oldies aus den 50ern bis in die 80er hören. - Schalte ein und
fühle Dich daheim!

 

3: Tandem-Touren

Rad fahren zu zweit macht doppelt Spass

Fotohalt am Strassenrand für meinen Piloten und mich mit Herbstwald im Hintergrund

Radfahren wurde durch Reduktion meines Sehvermögens immer schwieriger, so dass ich mein "normales" Fahrrad verschenkte. Seit 27. Oktober 2004 erfreue ich mich aber wieder an vielen schönen Radtouren zu zweit per Tandem. Mitglieder des RC Steffisburg ermöglichten mir, mein geliebtes Hobby wieder regelmässig auszuüben. Für Werner Friedli, Simon Spring und Sara Steiner waren nicht nur Wettkampf und Sieg beim Racing-Club Steffisburg (RCS) im Vordergrund, sondern auch die Freude am Radsport allgemein. So lassen gleiche sportliche Interessen Brücken schlagen zwischen Sehenden und Sehbehinderten.

Tandemfahrt dem bunten Waldrand entlang

Der Wunsch, die Natur per Rad zu erkunden, war meine grosse Motivation zu dieser sportlichen Aktivität. Mein geringes Sehvermögen hielt mich aber von Radtouren ab, denn ich fühlte mich im Strassenverkehr sehr unsicher. Andere Verkehrsteilnehmende sehe ich erst, wenn sie sich kurz vor mir befinden, Zudem ist das Abschätzen von Distanzen sehr schwierig, Verkehrssignale erkenne ich erst direkt vor mir und Wegweiser sind für mich nicht lesbar. Mit diesen Einschränkungen ist es unmöglich rechtzeitig handeln zu können. – Das Bedürfnis nach Radtouren wurde aber immer grösser. So kaufte ich ein Tandem und machte mit meiner Familie kleinere Ausflüge. Diese Touren lösten in mir den Wunsch nach regelmässiger Herausforderung aus. Der Plusport (Behindertensport) vermittelte mir 2001 einen Tandem-Piloten, mit welchem ich regelmässige Fahrten machte. 2004 musste ich einen neuen Piloten suchen. Die Regionalstelle des Plusport konnte mir leider keinen Piloten vermitteln. So suchte ich mit eigenen Mitteln, um baldmöglichst wieder zum Radfahren zu kommen. Inserate in Selbstbedienungsläden führten leider nicht zum Erfolg. So durchstöberte ich das Internet nach Rad-Clubs der Region und schrieb verschiedene Vereine per E-Mail an. Mein unermüdliches Suchen wurde im Herbst 2004 belohnt. Der Präsident des Racing-Club Steffisburg unterstützte mich bei der Suche, wofür ich mich hier nochmals ganz herzlich bedanke! Mein Anliegen wurde am 18. Oktober 2004 auf der Club-Website veröffentlicht und am 27. Oktober machte ich mit Werner Friedli bereits eine Testfahrt. In der folgenden Woche liess sich auch Simon Spring vom Tandem fahren begeistern.


Kurz darauf meldete sich der Winter mit Schnee, Nässe und Kälte an. So zog ich es vor, meinem Tandem den wohlverdienten Winterschlaf zu gönnen. Kaum zeigte sich der Frühling von seiner trockenen Seite, lud mich Werner zu einer „harmlosen“ Tour ein, um die Radsaison zu beginnen. Um die Motivation zu fördern, auch Steigungen zu überwinden, wurde ein Saison-Ziel gesetzt. Dies erreichten wir dann im Spätsommer. Die Anstrengung, nach Gerzensee zu strampeln, wurde mit herrlichem Sonnenschein und wunderbarer Aussicht belohnt. Für meine Piloten sind solche Steigungen bestimmt „erholsame“ Trainings, für mich bedeutete es eine Herausforderung.

Die gewonnene Kondition versuchte ich im nächsten Winter durch einen Spinning -Kurs in Form zu halten. Somit war ich im Frühling schneller wieder fit für anspruchsvollere Touren. Werner weckte meinen Ehrgeiz, meine sportliche Tätigkeit zu fördern, auch wenn ich mir keine Passfahrten als Ziel setze.

Als Nachfolge von Simon kam Sara ins "Pilotenteam" Auch mit Sara war ich sehr gerne unterwegs! 2006 nahm ich an der Donautour I teil, welche vom Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband SBV durchgeführt wurde. Deshalb war ich oft mehrmals wöchentlich zur Vorbereitung per Tandem unterwegs, bevor täglich zwischen 60 und 90 km zurückgelegt wurden.

Viele Eindrücke nahm ich von dieser Tour entlang der Donau mit nach Hause. Die zweite Etappe folgte 2007. Auf diese zweite Donautour freute ich mich besonders, denn Werner stellte sich als mein Pilot zur Verfügung, was grosse Vorteile bot: kein vorgängiges Einfahren mit dem vorgesehenen Piloten, nur ein kurzes Einfahren, um den Velosattel am fremden Tandem richtig einstellen zu können, damit das Sitzen mehrere Stunden täglich auszuhalten war.

Von Werner erfuhr ich während den Tagestouren sehr viele Einzelheiten zur Landschaft, über Wohngebiete und Details zu vielen schönen Blumen. Für mich sind Einzelheiten in einer fremden Umgebung schwierig zu erkennen. Grossflächige Formen und Farben sehe ich zwar, und kann auch durch Wahrnehmung der Geräusche Objekte definieren. Durch meine Erfahrungen sehe ich meistens auch, wo sich z. Bsp. Blumen befinden. Zur Bestimmung der Blumensorte müsste ich diese aber ganz nahe zu meinen Augen nehmen können und/oder berühren/riechen.

Beim Tandemfahren braucht der „Co-Pilot“ grosses Vertrauen zum Piloten, was aber nicht heisst, dass der Pilot über alles selber entscheidet. Tandem fahren ist eine Teamarbeit, welche gegenseitiges Anpassen voraussetzt, damit die Fahrten wirklich Spass machen. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Piloten ganz herzlich bedanken für die gute Teamarbeit! Jede Tour ist bei mir mit grossem Vergnügen verbunden. Ich hoffe natürlich, dass auch sie mit meinen Leistungen zufrieden sind! Meine Piloten geben sich immer grosse Mühe, sich abwechslungsreiche und doch angepasste Strecken auszudenken. Sollten sie aber einmal vergessen, dass sie keinen Profi im „Schlepptau“ haben, werde ich zu meinem eigenen „Bremsmittel“ greifen: "Meine Füsse vom Pedal nehmen und die Beine seitwärts raus strecken."


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Mit dem Tandem entlang der Donau

Mit diesen Worten lud der Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband SBV begeisterte Radler zu einer mehrtägigen Tandem-Tour ein

Tandemtour 2006: Ingolstadt - Donaueschingen

an der schönen blauen (grünen) Donau

vom 1. bis 7. Juli 2006

Vorgesehen waren tägliche Etappen zwischen 50 und 80 km, insgesamt ca. 370 km. Es konnten max. 12 Personen teilnehmen, welche pro Tag mind. 5 Std. auf dem Velosattel aushielten. Das Terrain wurde als coupiert bezeichnet, tendenziell steigend.

Eine neue Region per Rad kennen zu lernen, stärkte meine Motivation, diese Tandemtour mitzufahren.

Am 13. Mai 2006 fand ein Kennenlern-Tag statt für Piloten und Co-Piloten. Meine Pilotin kannte ich bereits, da sie durch mich von dieser Tandem-Tour erfuhr und sich danach sofort erkundigte, ob noch ein Pilot benötigt würde. So hatten wir bereits vor dem Kennenlern-Tag die Möglichkeit Probefahrten zu machen. Am Kennenlern-Tag erfuhren wir alles Wissenswerte über die Tour, das Tandem und die einzelnen TeilnehmerInnen. Wir erhielten sogar eine gut durchdachte Checkliste, damit alles Wichtige eingepackt wurde. Aber auch an Vorbereitungsvorschlägen mangelte es nicht seitens des Leiters Kurt Hauser. Er gab zu bedenken, dass das Sitzproblem oft unterschätzt wird auf einem Velosattel. Deshalb empfahl er unbedingt Radlerhosen zu tragen, und wenn möglich, als Vorbereitung 2-3 Tagestouren in der Länge zwischen 70-80 km zu machen, um das Gefühl einer Etappenlänge zu erhalten. Ein zusätzlicher Vorschlag von Kurt war, den eigenen Bürosessel mit einem harten, von zehn schweisstreibenden Giro-Etappen durchtränkten Ledersattel zu bestücken.

Gut trainiert trafen wir uns alle am 1. Juli 2006 im Bahnhof Zürich. Voll Energie nahmen wir die Reise nach Weichering (Ingolstadt) unter die „Bahnräder“. Um 9.16 Uhr verliessen wir Zürich und fuhren über St. Margrethen nach München, wo wir umsteigen mussten. Weiter ging es nach Petershausen (Oberbayern), Pfaffenhofen (Ilm), Rohrbach (Ilm) nach Ingolstadt. Dort hiess es nochmals umsteigen. Die letzte Teilstrecke betrug nur noch 7 Min. Um 16.09 erreichten wir Weichering. Nach einem kurzen Fussmarsch standen wir vor dem Gasthof „Vogelsang“, unserer ersten Unterkunft. Die gemieteten Tandems wurden von Fred mit dem Begleitfahrzeug zum Gasthof gebracht.

Am nächsten Morgen wurden die Tandems den verschiedenen Bedürfnissen angepasst, Velosattel und Lenker verstellt, Lenker- und Hinterradtaschen montiert. Um 9.30 Uhr begann unsere erste Etappe, von Weichering nach Neuburg, wo wir das erste Mal die Donau erblickten. Da machten wir unseren ersten Halt, löschten den Durst, tauschten die ersten Erfahrungen aus und freuten uns über das sommerliche Wetter. Bald ging es weiter nach Marxheim, zur ersten verdienten Mittagspause. Alle „Wasserratten“ nahmen vor dem Essen ein kühlendes Bad in der Donau. Fred empfing uns mit einem sehr vielseitigen Pick-Nick-Buffet. Als Dessert verwöhnte er uns sogar mit einer frischen Ananas. Bei Gitarren- und Mundharmonikaklängen machten wir Siesta, welche durch rhythmische Klänge unterstützt wurden. Nach einer ausgedehnten Erholungsphase setzten wir unsere Fahrt fort nach Erlingshofen, wo wir im Gasthof „Zur Grenz“ übernachteten.
Am Montagmorgen wurden an den Tandems noch Anpassungen vorgenommen, wie Sattelwechsel und Kartenhalter montieren. Die 2. Etappe führte nach Offingen, mit Mittagsrast in Steinheim. Auch da gab es eine Bademöglichkeit, diesmal an einem kleinen See. Am Nachmittag fuhren wir durch Dillingen. Diese Stadt lud zum Verweilen ein. Die ganze Gruppe genoss in einem Strassenkaffee erst die gemütliche Atmosphäre. Danach erkundete ein Teil die Altstadt zu Fuss und die anderen verbrachten die Zeit mit schreiben von Karten. Auf der Weiterfahrt nach Offingen, mitten in Faimingen, fanden wir in einer Siedlung, zwischen den Häusern, die Rekonstruktion des römischen Tempels „Apollo Granus“. Kurz darauf trafen wir in Offingen, beim Gasthof „Krone“ ein. An diesem Abend liessen wir uns in einem griechischen Restaurant verwöhnen.

Am Dienstag führte uns der Radweg auf dem Hochwasserschutzdamm, der Donau entlang, von Offingen nach Günzburg. In Günzburg machten wir einen halbstündigen Halt um über den langgestreckten Marktplatz zu spazieren. Wir erblickten dicht aneinander gereihte Häuser, mit spitzwinkligen Dächern. Der Dorfbrunnen lud zum abkühlen der bereits erhitzten Füsse. Bald stiegen wir wieder in die Pedale und fuhren weiter nach Thalfingen. Hier empfing uns ein schöner Badesee zur Mittagsrast. Viel zu schnell mussten wir wieder aufbrechen. Es ging weiter nach Ulm. In Ulm steht mit 161,53 Metern der höchste Kirchturm der Welt. Wir scheuten die 768 Treppenstufen nicht und stiegen hoch, um den prächtigen Rundblick auf das baden-württembergische Ulm und das bayerische Neu-Ulm zu geniessen. Nach dieser gut überstandenen Herausforderung fuhren wir unserem 3. Etappenziel entgegen. Gut markierte Velowege führten uns sicher durch die Grossstadt, teilweise sogar abgetrennt vom übrigen Verkehr. Kurz nach Ulm wurden wir der Donau untreu und fuhren der „Blau“ entlang, durch weitgehend unberührte Natur. Blaubeuren war unser 3. Etappenziel, wo wir im Hotel „Adler“ untergebracht waren. Unseren Hunger stillten wir an diesem Abend in der nahegelegenen Pizzeria. Nach dem Essen führte uns Fred zum „Blautopf“, an die Quelle der Blau. Der Blautopf ist mit 21 Metern eine der tiefsten und größten Quellen in Deutschland. Den Abend liessen wir dann mit musikalischer Unterhaltung vor dem Hotel ausklingen. Am Mittwoch fanden wir In Ehingen wieder zur Donau zurück und fuhren über Rottenacker nach Algershofen zur Mittagspause. Hier wurde uns allen bewusst, dass wir der Donau-Quelle entgegenfuhren, denn wir mussten uns mit immer weniger Wasser zum Baden begnügen. Frisch gestärkt radelten wir dann weiter nach Untermarchtal, Rechtenstein und Bechingen. Unser 4. Etappenziel erreichten wir in Riedlingen, beim Gasthof „Rosengarten“. An diesem Abend wählten wir ein chinesisches Restaurant aus.
Am Donnerstag wurde bereits um 7.30 Uhr gefrühstückt, da wir mit 77 km die längste Etappe zu bewältigen hatten. Um 8.30 Uhr starteten wir in Richtung Hundersingen, Mengen, Scheer und Sigmaringen. Zwischen Sigmaringen und Gutenstein verdienten wir unser Mittagessen durch Überwindung von einigen Aufstiegen. Die Nachmittagsroute führte uns nach Fridingen, durch ein enges Tal mit einigen Ruinen. Zwischen Wildenstein und Beuron verläuft der Radweg am Hang entlang, oft durch Wälder. Unten im Tal fliesst die Donau in Schleifen dahin. Die Strecke von Beuron nach Fridingen gehört zu den landschaftlich schönsten Abschnitten, welche wir durchfuhren. Senkrecht steigen die weissleuchtenden Kalkfelsen auf. Bei der „Ziegelhütte“ kehrten wir ein, um uns von den anstrengenden Anstiegen auszuruhen, bevor wir die letzten paar Kilometer nach Fridingen unter die Räder nahmen. In Fridingen übernachteten wir im Hotel „Sonne“. Es war die letzte Übernachtung auf unserer Tour. Die Küche des Hotels verwöhnte uns beim Nachtessen mit selbstgemachten „Spätzle“ zu Fleisch und Gemüse. Das „Gruppenorchester“ sorgte danach für Stimmung. Erika las uns als Abschluss ihre Eindrücke über die Donautour vor (Bericht Erika)

Am Freitag Morgen war der Himmel voll grauer Wolken. So durften unsere Regenjacken auch noch eingesetzt werden. Unsere Regenfahrt führte uns von Fridingen nach Tuttlingen. Auf der Weiterfahrt nach Immendingen und Neudingen öffnete sich das Tal immer mehr. Die Hügel der Schwäbischen Alb rücken immer mehr auseinander. Kurz vor unserer Mittagsrast in Pfohren hört es auf zu regnen. Während der restlichen fünf Kilometer bis zum Bahnhof von Donaueschingen wurden wir vom Regen verschont. Fred empfing uns am Bahnhof mit unserem Gepack. Hier nahmen wir Abschied von den Miet-Tandems. Fred verabschiedete sich mit einem letzten Gitarrenstück von uns. Danach fuhr er mit dem Bus in die Schweiz zurück um die Tandems bei Swiss Fun Rent zurückzugeben. Die Wartezeit auf unseren Zug verkürzten wir uns bei einem letzten „Radler“ im Bahnhofbuffet. Um 15.43.Uhr traten wir unsere Heimreise an. Viele Eindrücke begleiteten uns sowie ein dankbares Gefühl, dass alle gesund heimkehren konnten.


Unserem Leiter Kurt ein herzliches Dankeschön für die gute Organisation! Auch an Fred herzlichen Dank im Namen der ganzen Gruppe für Verpflegung und seine sonstigen wertvollen Dienstleistungen. Aber natürlich auch vielen Dank unseren Piloten, welche uns sicher und unfallfrei ans Ziel brachten!

In der Bildergalerie finden Sie ein paar Eindrücke dieser Tandemtour.

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Tandemtour 2007: Ingolstadt - Linz

links Damm als Radweg der Donau entlang, zwischen Aschbach und Linz

vom 30. Juni - 6. Juli 2007

Auch 2007 fuhr ich mit dem SBV der Donau entlang. Die Tour begann wieder in Ingolstadt. Wir fuhren dieses Mal aber mit der Strömung, in Richtung Linz. Auf diese Tour freute ich mich besonders, da mich Werner als Pilot begleitete. Seine langjährigen Biker-Erfahrungen und seine rücksichtsvolle Art sind für mich 2 wichtige Punkte, um mich als Co-Pilotin in einer unbekannten Umgebung sicher zu fühlen.

Zu den Vorbereitungen auf diese Donautour gehörten mehrere Radtouren wöchentlich, sowie längere Fahrten als normalerweise. Im Mai führte der SBV wieder einen "Kennenlerntag" durch. An diesem Infotag traf ich mehrere Teilnehmer, welche sich bereits zum zweiten Mal zum Radeln anmeldeten. 2007 wurde die Reiseleitung von Peter und Anita Weibel übernommen. Tobias stellte sich als Busfahrer zur Verfügung, damit wir unser Gepäck von Hotel zu Hotel nicht per Tandem transportieren mussten, und wir auch in diesem Jahr mit einem "gedeckten Mittagstisch" rechnen konnten, wenn unsere Magen knurrten. Tobias brachte aber auch alle Tandems zum Start-Hotel und fuhr mit ihnen von Linz wieder zurück in die Schweiz. Die Tandems wurden auch 2007 bei Swiss Fun Rent gemietet. Da ich die Tour mit meinem eigenen Tandem fahren wollte, (übrigens ein Occasion-Tandem von Swiss Fun Rent) brachten Werner und ich das Rad ein paar Tage vor der Abreise nach Oppligen ins Geschäft. Ich liess mein Rad vor Beginn der Radtour kontrollieren, damit es "Startklar" war in Ingolstadt.

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Tandemtour 2008: Linz - Bratislava

Sicht von Fähre aus nach Grein: Oberhalb des Ortes Schloss Greinburg von Bäumen umgeben, am Ufer der Donau Anlegestation der Personen- und Radfähre

vom 19. - 27. Juli 2008

Am 17. Mai 2008 fand der "Kennenlerntag" für die Donautour III statt. Ich war auch wieder dabei. In diesem Jahr aber nicht mit Werner, sondern mit Luzia als Pilotin. Wir verbrachten auch schöne und interessante Tage zusammen.

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Tandemtour 2009: Rheintour Andermatt - Basel

Klare Sicht auf Berneralpen (Hintergrund), bewaldete und bewohnte Hügel in der Mitte und im Vordergrund meine Wenigkeit in Velo-Uniform
Die Fahrt über den Dentenberg gehörte zu meinem "Oberalp-Training"

vom 11. - 17. Juli 2009

Am 11. Juli ging es per Tandem los auf die Rhein-Tour. Der Start war in Andermatt. Die Tour führte uns über den Oberalppass nach Sedrun. Dank gutem vorangegangenem Training mit Werner, wurde die Passfahrt zu einem erfolgreichen Erlebnis! Velowege durch "Natur pur", kleine Dörfer und über den Rhein-Damm führten uns nach Buchs. Danach gelangten wir an den Bodensee, wo wir uns eine Abkühlung im See gönnten. Auf der Weiterfahrt nach Basel machten wir in Landschlacht, Konstanz, in Schaffhausen, am Rheinfall und in Rheinau Besichtigungs-Pausen. Unser Ziel Basel erreichten wir am 17. Juli. Viel zu schnell vergingen die abwechslungsreichen Tage auf dem Velosattel.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meinem Piloten bedanken, dass er Ferien "geopfert" hat um mich zu begleiten. Auch er hat die Tour übrigens dokumentiert, und zwar auf seiner Website
Natürlich bedanke ich mich auch beim Reiseleiter Peter Weibel und beim nicht mehr weg zu denkenden Busfahrer Tobi. Auch diesen Beiden ein grosses Dankeschön!
In der Bildergalerie finden Sie ein paar Eindrücke dieser Tandemtour.

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4: Fotoprojekt "Blind Date"

Ich bin mit meiner Digitalkamera am fotografieren (Portrait)

Die Schule für Gestaltung in Zürich führte im Herbst 2005 ein Buchprojekt durch, wofür sehbehinderte und blinde Personen gesucht wurden. Das Projekt beinhaltete 3 Fotos von, mit und über blinde uns sehbehinderte Menschen, d.h. gegenseitige Aufnahme eines Porträts und die Aufnahme eines Sujets, welches durch die sehbehinderte resp. blinde Person bestimmt wurde. Zudem sollten die Eindrücke über die gemeinsame Arbeit beschrieben werden.

Die Schweiz. Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte SBS suchte Mitte August 2005 sehbehinderte und blinde Personen für ein Fotoprojekt der Schule für Gestaltung Zürich. Da fotografieren zu meinen Hobbys gehört, meldete ich mich für dieses Projekt an. Joëlle, eine Studentin der Schule für Gestaltung, rief mich bald darauf an, um einen „Fototermin“ festzulegen.

Blick von der Hängebrücke in Richtung Lorrainebrücke


So trafen wir uns Mitte September bei schönstem Herbstwetter in Bern. Zuerst beschrieb ich Joëlle, an welche Grenzen ich im Alltag stosse mit meiner Sehbehinderung. Danach suchten wir uns an der Aare „fotowürdige“ Hintergründe für unsere Aufnahmen. Die Altenbergbrücke (Hängebrücke) diente uns als Objekt für ein Porträt von Joëlle. Meine Erfahrung im Umgang mit einer Fotokamera reduzierte die Schwierigkeit meines Einsatzes als Fotografin auf die richtigen Einstellungen an ihrer Kamera. Deshalb machte Joëlle die nötigen Einstellungen, um die beste Bildqualität zu erhalten. Danach stellte sich Joëlle an die vorgesehene Stelle ans Brückengeländer und ich versuchte Joëlle durch den Sucher zu erblicken. Joëlle trug eine langärmlige, schwarze Jacke. So suchte ich den schwarzen "Fleck" im kleinen Sucherfenster und positionierte diesen durch mein abschätzen in die Mitte des Bildes. Das Erkennen der Farben unterstützt mich in vielen alltäglichen Situationen, so auch beim fotografieren. Für die richtige Haltung, wie auch den gewünschten Gesichtsausdruck auf den Bildern, war Joëlle aber selber verantwortlich. Diese Details kann ich nicht kontrollieren.


Mein Wunschbild sollte die Aussage „Brückenschlag“ darstellen. Auf unserem Spaziergang der Aare entlang fanden wir kein geeignetes Objekt. Joëlle fand aber einige Tage später ein wunderschönes Objekt, genau meinem Wunsch entsprechend:

Holzbrücke führt auf kleine Insel mit alleinstehendem Baum

Die kleine Holzbrücke liegt direkt neben dem Wasserschloss.

Bald schon erhielt ich von Joëlle einige Bilder der ausgewählten Brücke. Nun hatte ich die „Qual der Wahl“.


Mit meinem Vergrösserungs-Programm am PC war es mir möglich, die Bilder ins Detail zu betrachten: Eine Holzbrücke verbindet die Ufer eines Flusses. Das Wasser sucht sich seinen Weg um die Steine im Wasser. Lässt man den Blick über die Brücke schweifen, so wird man am gegenüberliegenden Ufer von einem allein stehenden Baum empfangen. Die Bildbeschreibung von Joëlle, welche auch im Buch "blinddate" zu lesen ist, lautet wie folgt:

„Brückenschlag“
"Die kleine Holzbrücke liegt direkt neben dem Wasserschloss, wo Limmat, Reuss und Aare ineinander münden. Es ist ein kühler Herbstmorgen und die Landschaft erwacht langsam aus dem Nebelmeer.
Der sprichwörtliche „Brückenschlag“, die Verbindung zweier oft gegensätzlicher Positionen, verdeutlich bereits die Symbolik, die einer Brücke innewohnt. Sie verbindet zwei Ufer und überspannt dabei ein Hindernis. Ohne die Brücke käme man nicht über den Fluss. Der Brückenschlag von Ufer zu Ufer hilft, diese Verbindung herzustellen. Genauso steht es oft zwischen Sehenden und Nichtsehenden. Die Brücke symbolisiert, dass Blindheit keine Bedrohung ist, und dass es oft nur wenig braucht, das Hindernis gemeinsam zu überwinden und aufeinander zuzugehen.“


Beim lesen dieses Textes wurde mir bewusst, dass sich Joèlle sehr stark mit meinem symbolischen Bild auseinander setzte. Ich freute mich aber auch sehr darüber, dass ich durch dieses Projekt eine Person kennen lernen durfte, welche mir und meiner Sehbehinderung gegenüber sehr viel Verständnis entgegenbrachte. Wir verstanden uns bereits sehr gut nach den ersten Minuten unseres ersten Treffens.

Ende Oktober 05 präsentierten alle Schüler, welche an diesem Fotoprojekt beteiligt waren, ihr Ergebnis. So nahm ich den Weg nach Zürich unter die Füsse, um mir einen Teil der Arbeiten anzusehen, nebst der Präsentation von Joëlle. Da ich nicht der gesamten Präsentation beiwohnen konnte, bin ich umso mehr auf die Erscheinung des vorgesehenen Buches gespannt.


Am 7. Januar 2006 trafen wir uns wieder, und zwar zum „Blind Date“ in der "Blinde Kuh" in Basel, zu einem feinen Essen. Die Projekt-Klassen und die Projektpartner trafen sich zum Projektabschluss in völliger Dunkelheit. Die gemeinsame Zeit verflog viel zu schnell - die ersten mussten leider ohne Dessert auf den Zug springen, damit sie noch vor dem Morgengrauen zu Hause ankamen.

Das Buch zum Projekt "blinddate"

Herausgegeben: 2007, Buch-Titel: "blinddate"

ISBN-Nr.: 978-3-033-00845-8, Ort/Verlag: Schweiz. Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte SBS (Hrsg.)

Beschreibung: Bild und Wort - zwei Welten, die unterschiedlich wahrgenommen werden. Das Buch versucht einen Brückenschlag zwischen ihnen. Protagonisten des Wortes sind blinde Menschen, Protagonisten des Bildes sind Studierende eines Diplomlehrganges zum typographischen Gestalter. Die Texte wurden sowohl in Braille wie auch in Schwarz-schrift abgedruckt.

Ich stöbere gerne ab und zu in diesem Buch um Erinnerungen zu wecken!

 


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5: Chorprojekt

Die Musik begleitet mich durch mein Leben. Auch wenn es in meiner Jugendzeit keine Möglichkeit gab, nebst Blockflöten-Unterricht auch noch ein anderes Instrument spielen zu lernen. In verschiedenen Gesangs-Vereinen liess ich meine Stimme erklingen.

Für mich wurde es immer schwieriger, in den Chorproben ab Notenblätter Lieder zu singen. Eine erste Unterstützung bot mir eine Chor-Leiterin durch vergrösserte Kopien der Notenblätter. Noten und Text waren zwar besser zu lesen, jedoch benötigte ich durch die doppelte Grösse der Blätter auch immer mehr Zeit um von einer Notenlinie zur andern zu gelangen. So nahm ich mir eine Lupe zu Hilfe, um zumindest das Nötigste während den Proben lesen zu können. Seit mehreren Jahren mache ich mir während den Chorproben aber Aufnahmen meiner Stimme. Zu Hause schreibe ich mir die Lied-Strophen ab zum auswendig lernen und um in den Proben den Text schneller lesen zu können. Zur Vorbereitung auf Konzerte, erhalte ich von der Chorleitung jeweils aufgenommene Melodien zum perfekten Lernen zu Hause.

In den Gesangs-Vereinen war ich lange als leise Sängerin bekannt. Mein eingeschränktes Sehvermögen beeinflusste diese "Eigenschaft" bestimmt. denn durch meine Unsicherheit wagte ich erst richtig zu singen, wenn ich meine Stimme wirklich beherrschte. Dann konnte mich ein Chorleiter überzeugen, dass er mir nur dann zu einer perfekten Stimme verhelfen könne, wenn ich mich traue, bereits von Anfang an in einer angemessenen Lautstärke zu singen, damit er auch mich höre. So machte es mir in den letzten Jahren sehr grossen Spass, in einem kleinen Ensemble mitzuwirken, wo meistens jedes einzelne Chormitglied eine eigene Stimme zu singen hatte. Aus persönlichen Gründen, trat ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge im Mai 2014 aus diesem Ensemble aus.


Bald schon erreichte mich eine Anfrage, bei einem Chor-Projekt mitzusingen. Die Begeisterung des Projekitleiters steckte mich an, und verstärkten sich noch nachdem ich die ersten Operettenklänge der "Gräfin Mariza" hörte. Deshalb sagte ich zu. Der Operettenchor (SATB) wurde auch in szenische Teile des Werks mit integriert.

Zur Überwindung kleiner und grösserer Hürden fand ich stets Hilfe. Für all die kleinen Hilfeleistungen während des ganzen Projektes, durch Chormitglieder, Chorleiter und Regiesseur, bedanke ich mich ganz herzlich! Es war eine tolle Erfahrung für mich, einmal auf den "Brettern, die die Welt bedeuten" zu stehen, während den Aufführungen im Hotel National in Bern.


Dienstmädchen und Gesellschaft empfangen Gräfin Mariza

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02.03.2018